Zoff bei „Bares für Rares“„Habe keinen Respekt mehr vor Waldi“
Bares für Rares: Eiswerbung heizt Händler-Duell an – und Waldi setzt sich durch
Sommerzeit ist Eiszeit – das dachten sich auch die Verkäufer der Mittwochsfolge von Bares für Rares. Anke und Norbert aus Hamburg hatten gleich mehrere nostalgische Werbeschilder für Speiseeis im Gepäck.
Was zunächst wie ein kurioses Fundstück wirkte, entwickelte sich schnell zu einem hitzigen Händlerduell.
Schon der erste Blick auf die Schilder ließ Erinnerungen wach werden: „Eis am Stiel – 50 Pfennig“ stand darauf. „Das nennt man Inflation!“, klagte Moderator Horst Lichter wehmütig und sorgte für Schmunzeln.
Anke erinnerte sich, wie sie die Schilder vor drei Jahrzehnten in einer Trödelscheune entdeckt hatte. „Das hat mir gefallen, also habe ich es gekauft.“

Experte Detlef Kümmel nahm die Objekte unter die Lupe und stellte klar: „Das ist Weißblech, umgefalzt, damit es stabiler ist und niemand sich daran schneiden kann.“ Ursprünglich konnte man die Tafeln flexibel zusammenstecken – ein raffiniertes Werbesystem. Kümmel datierte die Stücke auf die Jahre 1961 bis 1965, also mitten in die Zeit, als Dr. Oetker nach der Übernahme von „Antar Tiefkühlkost“ zum Vorreiter in Sachen Tiefkühlware wurde.
Der Zustand war trotz des Alters bemerkenswert gut. Kleine Verfärbungen am Rand fielen kaum ins Gewicht. Kümmel taxierte den Wert auf 400 bis 500 Euro – genau so viel, wie die Verkäufer erhofft hatten.
Im Händlerraum kam es zunächst zu verhaltenen Geboten. Waldi Lehnertz eröffnete mit seinem traditionellen „80 Euro“, Christian Vechtel legte nach. Doch die Stimmung nahm Fahrt auf, als Anke eine Anekdote erzählte: Sie habe die Schilder einst an Dr. Oetker geschickt, und die Firma habe sie sogar fürs Archiv haben wollen. Plötzlich kletterten die Gebote.

Bei 210 Euro wollte Anke nicht einlenken – und Christian machte ernst: „Waldi, willst du es wirklich haben? Wollen wir uns batteln oder was?“ Natürlich ließ sich das Bares-für-Rares-Urgestein diese Herausforderung nicht entgehen.
Das Duell heizte sich auf. „Oder gibst du 350?“, stichelte Anke. Waldi schnaubte empört, legte die Summe aber trotzdem auf den Tisch. „Alter Schwede!“, konterte Christian und bot 380 Euro. Doch Waldi setzte den finalen Stich: 400 Euro – und damit der Zuschlag. „War ja klar, dass er mir das nicht gönnt!“, frotzelte Christian lachend.
Damit endete die Eiswerbung in Waldís Händen – und für Anke und Norbert war es ein erfolgreicher Deal.
Die Folge bot aber noch weitere Highlights:
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Monika und Uwe verkauften eine Omega-Uhrenschatulle von 1956. Experte Heide Rezepa-Zabel schätzte 350 Euro, Händler Wolfgang Pauritsch zahlte 420 Euro.
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Brigitte und Eckhard brachten zwei Ölgemälde auf Keramik mit. Statt der erhofften 100 Euro gab es dank Christian Vechtel satte 500 Euro.
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Tilmann versuchte sein Glück mit einem Mikroskop von 1888. Geschätzt auf 600 bis 700 Euro, endete es bei nur 300 Euro – ebenfalls bei Pauritsch.
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Eileen und Christian wollten einen Weißgoldring mit Diamanten aus Omas Nachlass für 4.000 Euro verkaufen. Die Expertise lag bei 800 bis 900 Euro, Susanne Steiger griff für 500 Euro zu.
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Zum Schluss brachte Henning mit Tochter Caro ein Aquarell von Franz Heckendorf (1953). Gewünscht waren 500 Euro – Wolfgang Pauritsch zahlte 750 Euro.
Eine Folge voller Emotionen, Überraschungen und hitziger Wortgefechte. Und einmal mehr zeigte sich: Bei Bares für Rares sind es nicht nur die Objekte, sondern auch die Geschichten und die Händlerduelle, die für beste Unterhaltung sorgen.




