Unfassbar! Händler zahlt für einen BLEISTIFT das Doppelte der Schätzung
Bares für Rares: Riesiger Kaiserzeit-Bleistift sorgt für Bieterdrama
Ein Bleistift wie jeder andere? Von wegen! In der beliebten ZDF-Trödelshow Bares für Rares kam es in einer neuen Folge zu einem unerwarteten Spektakel. Ein überdimensionales Schreibgerät aus der Kaiserzeit versetzte nicht nur Moderator Horst Lichter ins Staunen, sondern brachte auch die Händler in regelrechte Bieter-Ekstase.
Viola und Christian Hoppe aus Dannenberg betraten mit einem Erbstück das Walzwerk, das sofort Gesprächsstoff garantierte: ein 50 Zentimeter langer Bleistift, kunstvoll gefertigt und in den Reichsfarben Schwarz, Weiß und Rot gehalten. Schon beim ersten Anblick konnte sich Horst Lichter ein Schmunzeln nicht verkneifen. „Ja, das nennt man mal Bleistift! Das ist der König der Bleistifte!“ rief er begeistert.

Besonders ins Auge fiel die Gravur „Wilhelm, deutscher Kaiser“. Ob damit tatsächlich Kaiser Wilhelm II. gemeint war, ließ sich zwar nicht eindeutig klären, doch Experte Sven Deutschmannek konnte das Stück historisch einordnen. Es handelte sich um ein Fanobjekt aus einer Zeit, in der der deutsche Patriotismus zwischen 1905 und 1910 seine Blüte erlebte. Den besonderen Clou bildete eine kleine Kaiserkrone, die am oberen Ende aufgeschraubt war – ein Detail, das dem Bleistift buchstäblich königlichen Glanz verlieh.
Für Christian Hoppe war der Bleistift zwar ein Stück Familiengeschichte, doch nun sollte er in neue Hände wandern. „50 Euro wären schön“, meinte er bescheiden. Deutschmannek setzte die Messlatte deutlich höher und schätzte den Wert auf 80 bis 120 Euro. Ein nettes Plus also, doch die Hoppes sollten schon bald erleben, dass ihr Fundstück weit mehr auslösen würde.
Kaum lag der Bleistift im Händlerraum auf dem Tisch, entfachte sich ein regelrechter Bieterkrimi. Händlerinnen und Händler wie Roman Runkel, Ferdinand Resul Adaniier, Elke Velten, Thorsen Schlösser, Wolfgang Pauritsch und Julian Schmitz-Avila waren sofort Feuer und Flamme. Elke lobte den erstaunlich guten Zustand, während Roman und Ferdinand sich gegenseitig immer weiter hochtrieben.
Die Gebote schossen schnell über die Expertise hinaus – eine Seltenheit selbst in dieser Show, die regelmäßig für Überraschungen sorgt. Stück für Stück kletterte der Preis nach oben, während die Spannung im Raum greifbar wurde. Schließlich war es Roman Runkel, der das letzte Wort hatte und mit einem Angebot von 250 Euro den Zuschlag erhielt – mehr als das Doppelte des vom Experten genannten Wertes.
Für Viola und Christian war es ein Glücksfall. Mit leuchtenden Augen erklärten sie nach dem Verkauf: „Das hat uns sehr überrascht, dass es so viele Händler interessiert hat. Wir gehen jetzt mit 250 Euro nach Hause.“
So wurde ein unscheinbarer Alltagsgegenstand zum begehrten Sammlerstück – und das Publikum erlebte eine der unterhaltsamsten Szenen der Sendung. Der Kaiserzeit-Bleistift zeigte eindrucksvoll, wie Geschichte, Handwerk und Emotionen in einem einzigen Objekt verschmelzen können.
Was einst als patriotisches Symbol gedacht war, schrieb an diesem Tag ein kleines Stück Fernsehgeschichte. Bares für Rares bewies damit einmal mehr, dass es nicht nur um Geld und Antiquitäten geht, sondern um die Geschichten, die hinter den Objekten stehen – und um die Momente, die für Gänsehaut und beste Unterhaltung sorgen.




